Achim Achilles – der Laufkolumnist

Journalist, Moderator, Laufkolumnist, Autor – Hajo Schumacher alias Achim Achilles hat viele Seiten. Von einigen wird er sogar als Laufguru gesehen. Fragt man ihn selbst, sagt er, er sei vor allem eines: Ein deutscher Durchschnittsläufer, der viel Spaß am Laufen hat. Seit 2004 schreibt er seine beliebten Kolumnen bei Spiegel Online.
Seine Kolumnenbücher waren fast alle in den Bestsellerlisten und seine Lesungen sind immer sehr gut besucht. Ein Erfolg, der am Anfang nicht abzusehen war. „Ich habe meine Läuferkolumne zehn oder elf Tageszeitungen angeboten. Alle haben abgesagt und haben nicht an den Erfolg geglaubt. Erst später haben einige zugegeben, dass sie mit der Absage einen echten Fehler gemacht haben“, sagt Achilles. Ins Saarland kommt er immer wieder gerne, denn vor drei Jahren gewann er mit seinem Team einen Staffel-Triathlon in Merzig gegen das Team von Jan Frodeno. „Ich werde nicht oft Erster.
Und deswegen komme ich besonders gerne dorthin zurück, wo ich schon einmal etwas gewonnen habe“, sagt der Kolumnist. Aber nicht nur deswegen mag er das Saarland. „Ich mag zum einen die saarländische Natur. Ich bin vor ein paar Jahren den saarländischen Teil des Saar-Hunsrücksteigs mit meiner Familie gewandert. Das hat uns allen sehr gefallen. Auch die Menschen sind hier sehr freundlich, hilfsbereit und genießen das Leben“. Vor einem Auftritt in Losheim nahm sich Achim Achilles die Zeit den Laufszene-Saar Fragebogen auszufüllen.

Ich laufe, weil ...
… ich langsam in ein Alter komme, in dem es mal da und dort zwickt. Ein Alter, in dem man auch mit Übergewicht zu kämpfen hat. Da habe ich gemerkt, dass mir Bewegung und Laufen gut tut. Bei dem ganzen Terminstress, den ich habe, versuche ich, mich eine ganze Stunde am Tag zu bewegen und an der frischen Luft zu sein. Das kann auch mal nur eine gemütliche Runde im lockeren Tempo sein. Hauptsache ich tue etwas für mich und meine Gesundheit.

Meine schönsten Lauferlebnisse ...
… hatte ich immer bei denjenigen Läufen, bei denen ich gemeinsam im Team gestartet bin. Der Moment, wenn man ins Ziel kommt und gemeinsam feiern kann, diese Erlebnisse mag ich besonders.
Ansonsten können es auch ganz kleine, kurze Momente sein. Morgens bei Sonnenaufgang im Wald zu laufen. Wenn die ersten Sonnenstrahlen durch die Blätter scheinen und man ganz alleine ist im Wald. Dann denke ich mir immer: „Ich habe so ein Glück, dass es mir gut geht, ich gesund bin und diesen Moment jetzt erleben darf.“

Mein Tipp gegen Muskelkater ist …
… den Muskelkater nicht negativ sehen. Ich bin ein großer Fan davon, dass man nach einer Trainingseinheit am nächsten Tag auch etwas davon spürt. Dann weiß ich auch, dass ich etwas geleistet habe. Es stört mich eher, wenn ich am nächsten Tag nach einem Lauf nichts merke. Das
Beste, um den Muskelkater dann wieder loszuwerden, ist sich wieder zu bewegen.

Meine sportlichen Ziele sind …
… einmal den Ironman auf Hawaii zu schaffen, und hierbei lächelnd und nicht fix und fertig ins Ziel zu kommen – das wäre schon was.


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