„Personal training“ – Trainieren wie die Stars für Jedermann

Viele Freizeitsportler kennen das Problem: Nach einem langen Winter ist das ein oder andere Pfund zuviel auf den Rippen. Was tun, um seinen Körper wieder in Form zu bringen? Ganz konventionell im Fitnessstudio oder im Verein Sport treiben oder mit dem Trend mitgehen und einen Personaltrainer verpflichten? Die locken mit den Versprechungen, nach den effizientesten und effektivsten Methoden trainieren zu lassen sowie durch abwechslungsreiche und individuell angepasste Übungen dauerhaft mehr Spaß und Motivation zu erreichen. Allerdings scheuen viele Sportler auch die vermeintlich hohen Kosten für Trainingsstunden beim Spezialisten. Für wen ist also der Gang zum Personaltrainer die richtige Wahl?

Einer der in der Saar-Pfalz-Region ansässigen Personaltrainer ist Daniel Rauland aus Saarbrücken. „Der Begriff ‚Personaltrainer’ ist nicht geschützt, also kann sich leider Jeder so nennen. Es ist für Personaltrainer unerlässlich, sich ständig weiterzubilden“, sagt der 26-Jährige, der bereits seit 20 Jahren Sport treibt. „Darin liegt auch mein großer Vorteil, da ich selbst alles ausgetestet habe. Gerade in Sachen Ernährung werden heute so viele Sachen geschult, die gar nicht mehr aktuell sind. Bei mir wird jeder Trainingsplan in Sachen Sport und Ernährung eine Woche lang individuell getestet. Dann kommt das Feedback des Kunden und man kann den Trainingsplan bei Bedarf verbessern“, meint Rauland.

Für ihn ist Grundvoraussetzung, dass der Kunde ein Ziel verfolgt. Dies kann eine figurtechnische Vorgabe oder das Bestreben sein, sich leistungsmäßig zu verbessern. Seine Kunden sind zwischen 25 und 65 Jahre alt. „Dabei sind die Älteren oft fitter als die Jungen. Vor allem Rentner leben heutzutage körperbewusst und treiben viel Sport“, hat Rauland festgestellt. Er hat die Erfahrung gemacht, dass im Individual- gezielter als im Mannschaftssport trainiert werden kann. „Es ist einfach Fakt, dass du innerhalb einer Mannschaft einige Mitspieler mitschleppen musst, die sich nicht so gezielt vorbereitet haben. Und diese Erkenntnis kann man auch auf das Personaltraining übertragen. Da hast du einen Trainer, der dich gezielt anleitet und bei Bedarf auch einmal bremst, wenn du durch Übermotivation Grenzen überschreitest und dadurch Verletzungen riskierst“, erklärt der 26-Jährige.

Dies bedeutet aber nicht, dass Rauland ein reiner Befürworter von Personaltraining ist. So bietet er auch neuerdings ein wöchentliches Kleingruppentraining ab 30 Euro monatlich pro Person an (www.4wochenprogramm.de). Er hat auch viele Kunden, die bereits seit mehreren Jahren im Fitnessstudio sind, aber aufgrund von Ernährungsfehlern keine Fortschritte erzielen. Er selbst nimmt regelmäßig an Volksläufen teil und hat auch für diese Sportler einige wertvolle Tipps. So sei es wichtig, auf seine Trainingsstruktur zu achten. Er rät zu einer Unterteilung in ruhigen Dauerlauf, zügigen Dauerlauf, Intervalltraining und Wettkampftempo. Denn nur mit einem systematischen Training könne man seine Bestzeiten erheblich verbessern. Außerdem betrachtet er es als wichtig, über den Winter hinweg gezieltes Krafttraining zu betreiben, um einerseits das Leistungspotenzial zu erhöhen und andererseits Verletzungen vorzubeugen.

Letztlich muss jeder Sportler selbst entscheiden, ob sich für ihn Trainingseinheiten beim Personaltrainer lohnen oder ob er lieber doch im Fitnessstudio oder im Verein trainiert. Wagt er den Schritt zu einem Personaltrainer, sollte aber vor allem das Vertrauen in dessen Fähigkeiten im Vordergrund stehen, um unliebsame Überraschungen zu vermeiden.


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